Guten Tag bei Kathrein Bönsch im Web!

Als ehemalige familienfreundliche Unternehmerin bleibe ich an vielen Themen und Maßnahmen interessiert, die helfen, die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels abzumildern und die Bedingungen für Familien zu verbessern. Außerdem bin ich Talente- und Karrierecoach. Ich helfe Menschen, Gruppen und Teams sich selbst zu helfen und eigene Potenziale (neu) zu entdecken und erfolgreich zu leben.

Eine Rolle rückwärts ist nicht zielführend, Herr Weil!

31.08.2012

Als ich heute Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten holte und selbige mit meinem Kaffee genießen wollte, habe ich mich kräftig verschluckt. Wen wundert das, angesichts dessen, was ich noch vorgestern und gestern in mein Wahl-WIKI zum Thema Finanzpolitik schrieb. Es geht um den Artikel in der DEWEZET zu den "kreativen" Lösungsvorschlägen des Spitzenkandidaten der SPD, Herrn Weil, der sich nach der "guten alten Bezirksregierung" zu sehnen scheint. Hier meine Stellungnahme dazu:

Eine der gelungen politischen Reformen der schwarz/gelben Landesregierung ist die Abschaffung der Bezirksregierung. Schlankerer Staat, direktere und schnellere Entscheidungen, direktere kommunale Selbstverwaltung und weniger Bürokratie.

Wenn Herr Weil nun plant, die Errungenschaften einer moderneren, schlankeren Verwaltung wieder auf den Kopf zu stellen, dann kann er es angesichts der leeren Kassen im Land und in den meisten Kommunen mit dem Sparen nicht wirklich ernst meinen. Denn für mich steht fest: Zum Nulltarif wäre die Umkehr gewiss nicht zu machen! Die Schuldenbremse und der Schuldenabbau ist aber nicht nur eine Sache, die auf EU-Ebene eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahre sein muss. Sie ist in Niedersachsen ebenso wichtig und richtig. Da sollten uns schon allein die Verhältnisse in Griechenland doch Mahnung genug sein.

Wenn es denn nach Meinung von Herrn Weil Anlass zu Kritik an den jetzt neu geschaffenen Verwaltungsstrukturen gäbe, dann sollte er doch lieber konstruktive Verbesserungsvorschläge machen, als an gestrigen, überholten und veralteten Strukturen festzukleben. Wir brauchen kein Mehr an Personen und Gesetzen und Verwaltungen, wir brauchen weiterhin ein Mehr an Effizienz und Flexibilität und weniger Verwaltung!

Sonnenbad im Bürgergarten von Hameln

20.08.2012

Mit Freude habe ich am Wochenende zur Kenntnis genommen, dass viele kleinere und größere Grüppchen die Wiese im Hamelner Bürgergarten für ihr Sonnenbad und für Spiel und Spaß benutzten. Und ganz offenbar wurde auch niemand dort von obergewissenhaften Ordnungshütern verjagt.

Die Verordnung der Stadt Hameln, nach der ja alles Mögliche auf Wiesen der Stadt verboten sein soll, ist nur ein Beispiel von vielen dafür, dass so ganz allmählich die Freiheit des Bürgers immer mehr mit Füßen getreten wird. Gebote und Verbote, wo wir hinschauen!

Das Kind nicht immer mit dem Bade ausschütten!

Sehr wohl kann ich mir natürlich erklären, wie es zu dieser neuen Verordnung kommen konnte:

Wer am Sonntag den Weserradweg benutzt, der wird oft genug schon in den Scherben zerdepperter Bierflaschen spaziert sein. Das Weserufer scheint oft genug der Meeting Point für Feiern und Trinkgelage zu sein, die dann offensichtlich häufig ausufern. Ich kann auch gut verstehen, dass die Stadt mit leerem Säckel keine Möglichkeit hat, hier täglich und vor allem am freien Wochenende Scherben zu sammeln. Da wäre schon die Disziplin der Feiernden erforderlich und die scheinen dafür kein Feeling zu haben. Für den Hameln Besucher und auch für uns Bewohner ist das natürlich kein Zustand.

Würde man nun ein paar Mal die städtischen oder polizeilichen Ordnungshüter am Samstagabend dort vorbei schicken um für Ordnung zu sorgen, so wäre das Problem gewiss bald vom Tisch. Das Verbot alkoholischer Getränke auf der Wiese zu sich zu nehmen, hilft da ja allein eh nicht. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass nach herkömmlichem Stadtrecht "Flaschen werfen" an der Weserpromenade erlaubt ist. Würde man die paar Störenfriede zur Vernunft bringen, müsste man nicht allen fröhlichen, geselligen Bürgern und Touristen ihr Sonnenbad verbieten. Aus diesem Grund kann ich auch den Bürgerprotest, der für den 24. August mit einem Piknick im Bürgergarten angesetzt ist, sehr gut verstehen. Und ich würde da sogar mitmachen, wenn ich vor Ort wäre!

Kleine Sammelaktion für die Freunde des Theaters, Hameln

13.08.2012

Ein nettes Sümmchen an Stelle von „Stehrümmchen“

Sommerfest bei a.b.mediaKleine Sammelaktion auf der a.b.media Gartenparty war ein netter Erfolg

Anlässlich ihres Sommerfestes hat meine Agentur, die a.b.media gmbh, Hameln bei allen Gästen für die Freunde des Theaters Hameln e.V., die derzeit für einen neuen Theaterflügel Spenden sammeln, um Unterstützung gebeten. Dabei ist das nette Sümmchen von 464,00 Euro zusammen gekommen.

Ich rufe zur Nachahmung auf, denn ich bin auch stellvertretende Vorsitzende des Vereines.

Für einen neuen Flügel für das Theater kann der Verein jeden Cent gebrauchen. Mehr Informationen und Spendenkonto unter: http://www.theater.hameln.de/theater/fluegel-hameln.php

Wie viele Förderer braucht die Wirtschaft?

27.06.2012

Herr Meyer, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes (AdU), hat mit seiner heute in der DEWEZET besprochenen Vision zur Wirtschaftsförderung absolut Recht: Mit einem gemeinsamen Auftreten und einer gemeinsamen Vermarktung hätte der Wirtschaftsraum größere Chancen als mit Klein-Klein-Aktivitäten in den einzelnen Kommunen. Da unterstützt die Weserbergland AG mit Ihrer Imagekampagne „Wirtschaft Weserbergland“ zur Entwicklung des Wirtschaftsraumes ja auch schon im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Das Ziel, dass alle ohne Kirchturmdenken an einem Strang ziehen, ist dabei vielleicht noch nicht erreicht, aber der Weg ist richtig. Schlagkräftige Wirtschaftsförderung vor Ort, hier in Hameln, hat natürlich noch viel mehr Aufgaben als die Vermarktung der Wirtschaftsregion und das Ausfüllen von Förderanträgen im „Back Office“: Ich sehe die Aufgaben der Wirtschaftsförderung vor Ort auch in der wertneutralen, unbürokratischen und zügigen Beratung und Begleitung unserer Wirtschaftsbetriebe bei allen Fragen, die das Unternehmen in Bezug auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mitarbeiterweiterbildung, Fachkräftemangel, Investitionen und Bauvorhaben hat. Und dafür wünsche ich mir eine Person direkt vor Ort die sich wirklich kümmert. Wir sollten Unternehmens- und unternehmerfreundliche Kultur in Hameln stärken und pflegen!

Warum brauchen wir dual career?

14.05.2012

Halte gerade druckfrisch das Praxishandbuch der Robert-Bosch-Stiftung und des stat. Landesamtes Baden-Württemberg zum Thema "Dual Career" in den Händen, an deren Entstehung ich selbst durch eine längere Befragung zum Thema mit beitragen durfte.

Bei der Durchsicht des Ergebnisses werde ich sehr nachdenklich, wenn ich mir überlege, was für politische Rahmenbedingungen notwendig sein werden, um in Niedersachsen und speziell für uns in Hameln die Abwanderung junger Akademiker und Fachkräfte zu stoppen.

Moderne "Dual Career Couples" sind anspruchsvoll, zumindest verglichen mit den Bedingungen, die sie vorfinden. Was wollen sie:

  • Bei mehr als 75% wollen beide berufstätig sein.
  • Sie wollen wohl Kinder, aber viele verzichten auf Kinder, solange sie bei der Karriere zurück stecken müssten.
  • Beide wollen bzw. arbeiten Vollzeit.
  • Für beide Partner spielt beim Job- und Standortwechsel die Perspektive, die auch den Partner erwartet, eine entscheidende Rolle als Entscheidungshilfe.
  • Das Durchschnittsalter der Paare liegt bei ca. Mitte 20-30 Jahren.

Entsprechend darf davon ausgegangen werden, dass der ländliche Raum es schwer haben wird, diese Paare in der Region zu halten. Denn hier gibt es zwar genügend Fachkräftemangel, zum Teil mehr als im Ballungszentrum, aber dass einem qualifizierten Paar direkt 2 Jobs angeboten werden können, ist eher selten. Aber, auch das steht zwischen den Zeilen, die jungen Frauen möchten nicht mehr zu Gunsten ihrer Partner verzichten oder zurückstecken. Und das kann ich sehr gut nachvollziehen.

Wir brauchen aber nun einmal jede Fachkraft in unserer Zukunft, denn über 600.000 Erwerbstätige weniger müssen bis 2030 verkraftet werden und das geht nur, wenn wir politisch familienfreundliche Rahmenbedingungen schaffen und diese in den Betrieben auch leben werden. Nur dann schaffen wir die Voraussetzungen, die Frauen brauchen, um beruflich aktiv zu bleiben und Kinder zu haben. Eine Voraussetzung für kleinste Abmilderungen beim "demografischen Wandel" wird die Beschäftigung unserer qualifizierten Frauen sein! Die wiederum brauchen Perspektiven und idealen Nährboden, um auch Kinder zu bekommen.

Auf uns als Unternehmer und auf unsere Politik kommt einiges zu. Dual Career Förderung ist eine Antwort, familienfreundliche Unternehmenskultur eine weitere und gute Kinderbetreuung mit qualifizierten Bildungs- und Ganztagesschulangeboten eine weitere.

Ein Gespräch mit unserem Staatssekretär im FDP geführten Wirtschaftsministerium des Landes zeigt mir deutlich, dass dort die Zeichen erkannt worden sind und das macht mich sehr froh.

Wir brauchen den freiwilligen Schulterschluss von Wirtschaft, Wirtschaftsförderung und Politik. Und dafür setze ich mich ein!

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